Eloxalverfahren (GS-Verfahren) nach DIN 17611

Das von uns eingesetzte GS - Eloxalverfahren  (Gleichstrom-Schwefelsäure-Verfahren),   ist im  Bereich der  Architektur das am häufigsten verwendete Eloxalverfahren.
 
Beim GS-Verfahren wird das Werkstück im Elektrolytbad  anodisch geschaltet. Fließt der Gleichstrom, entstehen im Elektrolyten Anionen O- und Kationen H+.
Die Anionen wandern zur Anode (Warenträger/Werkstück) und bilden dort Al2O3, das Aluminiumoxid bzw. die Eloxalschicht. Die Kationen wandern zur Kathode, geben dort ein Elektron ab und bilden H2-Moleküle, welche gasförmig aufsteigen.
Die Oxidation startet an der Außenoberfläche und setzt sich zum Metallinnern fort. Da die Oxidschicht ein größeres Volumen als die umzuwandelnde metallische Alu-Schicht einnimmt, wächst sie zu etwa 1/3 aus dem Metall heraus und zu 2/3 hinein. Je nach Expositionszeit entsteht eine definierbare Schicht zwischen 5 und 25μ.  Die Standartschichtstärke im Fassadenbereich liegt bei 20µ. Wegen der verhältnismäßig hohen Rücklösung im Elektrolyten ist die Schichtstärke bei ca. 35μ  begrenzt.

Die erzeugbaren Eloxalschichten  sind unter Berücksichtigung   der eingesetzten Aluminiumlegierung farblos und gut einfärbbar. Der durch die Schichtbildung entstehende chemische und mechanische Widerstand ist für viele Einsatzzwecke gut geeignet.  Im Prozess muss die Porenstruktur der gebildeten Aluminiumoxidschicht geschlossen ("verdichtet ") werden.

Unser Eloxalanlage verfügt über insgesamt 22 Bädern. Die Nachfolgende Grafik gibt in vereinfachter Darstellung den Ablauf in unserer Eloxalanlage wieder:

Vorteile der Eloxalschicht:

  • Hohe Verschleissfestigkeit
  • Verlässlicher Schutz gegen Korrosion
  • Extrem harte und kratzfeste Oberfläche
  • lichtecht einfärbbar
  • Die Eloxalschicht ist elektrisch nicht leitend
  • Geringer Pflegeaufwand
  • Härte der erzeugten Oxidschicht 250-350 HV (Vickers)
    • Zum Vergleich Aluminium  50 - 70 HV
    • Stahl 150 -200 HV

Reinigung und Pflege:

Die Oberflächenreinigungen sind nach den Bestimmungen der  Gütegemeinschaft RAL-GZ 632 für die Reinigung von Metallfassaden e.V. (GRM) In Nürnberg durchzuführen.